Am Anfang war die Postreform...
1996 - 1997
Nach weiteren Schritten der Postreform wurde die Haustechnik
bei der Postbank Hamburg, wo ich bisher beschäftigt war,
in eine Tochtergesellschaft umgewandelt und es wurden bei der Gelegenheit
gleich ein paar Leute weniger übernommen. Ich war nicht dabei. Wofür
ich mich in Anbetracht dessen, was aus mir geworden ist, unbedingt
noch einmal bei denen schriftlich bedanken müßte! Hätte ich da
bleiben können,
wäre ich heute kein Informatiker.
So ergab es sich glücklicherweise, daß ich eine Stellenausschreibung des Zolls
in Hamburg in die Hände bekam. Diese wurde von meinem ehemaligen Kollegen
aus der Betriebstechnik Martin Hatje (Martin, DANKE!!!), der mittlerweile
zum Zoll gewechselt war, den Kollegen der alten Firma und somit mir
zugespielt. Es gab damals im Rahmen der Postreform ein Abkommen zwischen
den Behörden, Leute von der Post zum Zoll zu übernehmen und es wurde
ein Maschinenbediener im Rechenzentrum der Bfv Hamburg gesucht. Nun,
es war eine A7er Stelle, ich war A7 und meine technische Beamtenlaufbahn
sollte nicht im Formblattlager der Postbank sein endgültiges
Abstellgleis finden.
...und dann ein neuer Kollege
1997
Ich bewarb mich also, musste zum Gespräch in die
OFD, dann nochmal ins RZ selbst und ich hatte Glück, ich wurde eingestellt.
Ich war angeblich der einzige Bewerber in zwei Stellenausschreibungen
hieß es
Jahre später - Zöllner hingegen seien nicht gern auf Lehrgängen,
sagte man mir und Computer seien ihnen suspekt. Ich dagegen war nur
zu gern bereit, an Computern zu arbeiten und Lehrgänge zu besuchen.
Nun denn, man hat mich wohl sicherheitshalber mal lieber eingestellt,
bevor wieder keiner da war. Nun stand dem Weitergang meiner "Karriere" nichts
mehr im Wege. Interessant: Mein direkter Kollege ist Uwe, mit dem
ich auch bei der Postbank gearbeitet hatte, er in
der Betriebstechnik und ich in der Haustechnik. Und nun wieder
zusammen und mit wiedervereinten Kräften
im Operating des ZID der Bfv Standort Hamburg!
Unzufriedenheit herrscht vor
Ende 1998
Seit einiger Zeit reifte trotz neuem Jobs eine gewisse
Unzufriedenheit heran - Unzufriedenheit mit dem Job, dem eigenen
Leben und vielleicht auch, was draus wurde. Zu Meckern gab es aber
eigentlich gar nichts, vermutlich war's nur eine Unzufriedenheit
mit mir selbst. Es war aber trotzdem so ein "soll
das schon alles gewesen sein-Gefühl",
was mich irgendwie beschlich und vermutlich unzufrieden machte
. Wenn was unzufrieden macht, muß man
was ändern.
Gesagt, getan - Infos eingeholt, was kann ich machen, was gibt's
für Möglichkeiten, den Job zu ändern.
Meister, Meister!
1999
Da ich ja einen Handwerksberuf erlernt habe, dachte
ich mir, ich mache meinen Meisterbrief, haue in den Sack und suche
mir einen Job in der freien Wirtschaft. Wer was schaffen will,
der sollte doch willkommen sein!? Das Ganze erwies sich als ehemaliger
Postler und verbeamtet dazu nicht wirklich als empfehlenswert.
Gibt da doch gewisse Vorurteile in der Gesellschaft, Postlern gegenüber.
Noch dazu reichte den elitären
Herren der Handwerkskammer mein Tätigkeitsnachweis und Zeugnis
meiner alten Firma der Post für eine Zulassung zur Meisterschule nicht aus.
Nun, man nimmt ja nicht jeden (Postler)... aber auch hier gilt: Danke
Ihr Supermeister, daß Ihr mich nicht zugelassen habt. Bin ja manchmal
ganz gerührt,
wie gut es die Welt mit mir meint oder sollte es heißen: Man kann niemandem
zu seinem Glück zwingen!?
Moses macht den Techniker
1999
Lehr- und Firmenkollege Moses machte seinen Techniker
- Techniker...das klang interessant! Kann man in zwei Jahren in
Vollzeit machen, doch wo sollte ich sowas auch tun können, zumal ich
ja niemanden hatte, der mir mir den Lebensunterhalt finanziert!?
Hatte Moses übrigens
auch nicht, ergo ihn angerufen, mal nachgefragt...DAA-Technikum...aha...nee,
nie von gehört...Studienort in HH, sehr gut....nebenberuflich!?...optimal...
haben eine Internetseite...schaue
ich gleich mal rein.
Technikerabschluß vs. Meisterbrief
2000
Der Technikerabschluß ist finanziell ca. 1/3 günstiger
als der Meisterbrief, denn es fallen u.a. die ganzen Laborarbeitskosten
weg. Dann ist der Techniker einen höher angesiedelt als der Meister
- sagte man mir zumindest - und mittlerweile vielleicht ein Exot
in der heutigen Zeit. Aber das Studienkonzept Dualmethode© - verbindet die
Vorteile des Lernens zu Hause mit den Vorteilen des Präsenz- bzw. Klassenunterrichts
- des DAA-Technikums hat mir gefallen. Außerdem ist man etwas freier
im Lernen, kann mal eine Zeit aufhören, wenn es der Job erfordert.
Nebenberuflich sowas durchzuziehen ist ja auch nicht so ezy, da
passte mir ein in gewisser Weise selbstgeregeltes Lernkonzept ganz
gut. Ich kenne ja mein Fleißaufkommen... ;o)
Angemeldet
Herbst - 2000
Nachdem ich eine Informationsveranstaltung des DAA-Technikums
besucht hatte, war ich doch ganz begeistert und habe ich mich sofort
angemeldet. Zugelassen wurde ich auch, es langte alles, was ich
so an beruflichem Vorleben hatte. Jetzt konnte endlich was passieren!
Der 28.Oktober 2000 war dann ein Samstag und mein erster Schultag
in der FH Maschinenbau am Berliner Tor. Für Kenner des Etablissements: Der
Kaffeeautomat steht seit ca. 2 Jahren nicht mehr im Keller! Und
ich hab da so'n netten jungen Mann namens Jens kennen gelernt,
der mir seit dem nicht mehr von der Seite gewichen und mein Studienkollege
geworden ist... ;o)
Unendliche Weiten
Herbst - 2000
So trabte ich nun jeden Samstag morgen um halb acht
zum Bus und fuhr in die Uni. Das war ganz schön früh - zumindest
für am Wochenende. Und es war ein komisches Gefühl, wieder die Schulbank
zu drücken.
Gute 20 Jahre ist's her, dass ich diese drücken durfte. Und ich war auch eher
einer der Ältesten dort. Aber trotzdem hatte es mir jeden Samstag Mittag,
wenn ich heim kam, ein gutes Gefühl vermittelt. Endlich passierte was.
Ehrgeiz keimte auf. Und es war bis zu den Abschlußprüfungen noch solange
hin, unendliche Weiten...
Erste Prüfungen
2002
Nachdem ich nun über ein Jahr am DAA-Technikum meine Schulstunden abgesessen hatte und schon im dritten Semester angelangt war, standen endlich die
ersten Prüfungen an! Diese wurden immer Sonntags geschrieben, weil Samstags ja Schule war.
Mann war das aufregend! Jeder hatte seinen eigenen Tisch, kaum Möglichkeiten zum Schummeln...hüstel, eine gewisse Ehrfurcht bestand ja auch, es wenigstens einmal im Leben ordentlich
ablaufen zu lassen ;o) und nicht zu schummeln. Erstaunlicherweise war ich doch besser als gedacht, in meinen schulischen Leistungen, Mönsch, und nicht im Schummeln! Die Prüfungstermine
waren immer ein nettes Stelldichein, bei denen man die Kollegen treffen konnte. Das vierte Semester stand vor der Tür, wir waren langsam die Großen aus dem Dritten und es wurde
immer spannender.
Es plätschern die Semester und Prüfungen so dahin...
2003
Die Zeit und alle vorgezogenen Abschlußprüfungen - so
wurden die Klausuren genannt - plätscherten so vor sich hin. Mache waren
leichter, manche waren schwerer. Das Grundstudium mit Mathe, Deutsch, Englisch
und den üblichen Verdächtigen war schon ganz bunt, Mathe und besonders Physik
waren ja die "Angstklausuren" schlechthin - keiner ahnte damals,
wie's zu den staatlichen Abschlußprüfungen werden würde...
Mittlerweile sind wir zu den Prüfungen an die Bundeswehrhochschule nach
Farmsen umgezogen, die letzten drei wurden dort geschrieben.
...und nur eine 1
Herbst 2003
Eine einzige 1 habe ich geschrieben und die in Elektrotechnik. Hab ich ja alles schon mal in der Lehre und der Beamtenausbildung zum mittleren technischen Dienst
gehabt. Hat also voll hingehauen und war nicht übermäßig schwer. Allerdings für Nichtelektriker schon ein ganz schöner Klotz. Dann war erstmal Ende mit den Klausuren, vierzehn
waren absolviert, die nächste Hürde würde die Projektarbeitswoche, aber bis dahin waren es noch neun Monate.
Einen Seminarunterricht, bitte!
April 2004
Zwischendurch im April 2004 war dann auch mal ein Seminarunterricht angesagt, wenn auch nur, weil's hieß, dort findet auch die Prüfungsvorbereitung
für die staatlichen Abschlußprüfungen statt. Da konnte ich dann nicht fehlen. Mit Studienkollege Jens ging's im Smart nach Osnabrück zum DAA-Technikum. Unser Hotel war die Huxmühle -
sehr zu empfehlen, nicht zuletzt wegen des guten Essens und des Bieres! ;o)
Alle anderen Seminarunterrichte habe ich sausen lassen, was ich ein wenig bereut hatte. Denn dort wurde vieles für die Projektarbeitswoche geprobt. Die Tools waren andere
- nicht mehr im Netz zu bekommende - Programme zur Erstellung von Internetseiten und Co. Perl-en, Javascripte und Cold Fusion Datenbankanfragen wurden geschrieben,
Ulead'S Cool3D kam mal wieder zum Einsatz, letztendlich war's aber doch nicht so schlimm, statt HotMetal Pro den Dreamweaver genutzt zu haben, es klappte alles trotzdem ganz gut.
Denn im Projekt war ja...
...Teamarbeit...
Juli 2004
...gefragt. Die Projektarbeitswoche beim DAA-Technikum
in Osnabrück innerhalb meines Studiums der technischen Informatik rückte
unaufhaltsam näher.
Meine erste Projektarbeit überhaupt und ich war voll ausgerüstet mit Programmen,
Unterlagen, Büchern und Laptop unterwegs. Man waren das arbeitsreiche vier
Tage! Sogar abends noch bis um zwölf am Rechner ausprobiert - zugegeben,
ich hatte mich nicht vorbereitet. Aber es ging ja letztendlich um
Projektarbeit, wobei eher nebensächlich war, alles hinbekommen zu haben, es
war Projektarbeit in allen Facetten und zeitlich sehr gerafft. Gegensteuern
und Kompensieren bei Fehlern und Rückschlägen, Entwickeln von Vorgehensweisen
und Strategien war gefragt. Ich hatte wieder mal ganz ordentlich
HTML programmieren können,
einiges Neues dazu gelernt und die Erfahrung, im Team ordentlich was wegzuschaffen, war schon beeindruckend. Ein Abschlußgespräch nach den
Präsentationen der einzelnen Projektteams war sehr aufschlußreich und bewegend zugleich.
Unser Dozent Herr Havermann sagte uns, wir haben es jetzt bis hier
her geschafft, da werden wir den Rest auch noch packen. Und wir seien
dann Informatiker, da gilt es dann auch so zu handeln und zu arbeiten.
Eine Liga weiter nach oben sind wir gelangt, das bringt Verantwortung
mit sich. Nach der Projektarbeitswoche waren zwei Wochen Zeit, eine Projektmappe
anzufertigen. Ein offensichtlich höchst amtlicher Akt, eine Urheberrechtserklärung
musste ich abgeben, alles per Einschreiben mit Rückschein wegschicken, genaue
Layoutvorschriften gab es, maximale Seitenanzahl und und und...
Innere Kämpfe
Juli bis Oktober 2004
Nach Anfertigen der Projektmappe begannen die inneren Kämpfe mit dem eigenen Schweinehund. Die Faulheit maß sich mit dem schlechten Gewissen, letzteres obsiegte
glücklicherweise und das zääähe Lernen nahm seinen Lauf. Es war anstrengend, es war nervig, es war ätzend und aufreibend. Was ich alles für'n Schiet lernen musste!
Braucht doch kein Mensch, wer macht noch Assemblerprogrammierung, Rechnen mit dualen und hexadezimalen Zahlen, Reglerberechnungen und Steuerungen in Anwendungssprache oder
Funktionsbausteinsprache entwerfen? Ich kenne keinen, es gibt aber bestimmt jemanden, der das braucht...
Zwei leicht erholsame Lernwochen bei meinen Eltern in Spanien gab es noch vor den Abschlußprüfungen, dort habe ich vierzehn Tage fünf bis sechs Stunden täglich gelernt.
Heftig, aber es sollte sich auszahlen. Eine Woche dann noch in HH zur Rettung in letzter Minute und dann begann unser...
...Trip to Pfiffelbach
10.- 14.Oktober 2004
Am 10.10.2004 war es dann soweit. Meine Studienkollegen
Jens, Olly und ich trafen uns und fuhren los in Richtung Jena,
um unser Hotel
Weimarer Berg zu
beziehen. Dort sollte unsere Lernburg sein - Lernen, Prüfung absolvieren,
Stunde schlummern, Lernen usw. ging es die ganzen Tage. Die Fahrt
war gefühlsmäßig wie damals der Sammelzug zur Grundausbildung beim
Bund. Der Magen rebellierte, das Gedärm zuckte, Schweissausbrüche
und kalte Füße - wenigstens hatte ich meine Lernkollegen neben mir
im Wagen sitzen und musste nicht wie sonst immer das Telefon bemühen.
Ein Wechselbad der Gefühle par excellence,
hab ich alles gelernt (natürlich
nicht!), wie wird es in der Prüfung
sein (beschissen), schaffe ich alles (...!), kann ich vielleicht
schummeln... ;o)
Softwaretechnologie
11.Oktober 2004
Es war schon eine ziemlich knackige Softwaretechnologieklausur,
unsere erste der insgesamt vier Prüfungen. Aber zu Anfang stand Schlange
stehen und eine Sitznummer ziehen an. Es wurden alle Prüfungsplätze
täglich neu ausgelost, damit jeder mal einen guten Platz am Fenster
mit Ausblick auf Pfiffelbach County bekommen
konnte. Ich hatte dann nach der Klausur wieder Erwarten ein ganz
gutes Gefühl,
weil mir zu allen Themen was eingefallen war. Nun, mir fällt ja glücklicherweise
immer irgendwas ein ;o) und das war dann ganz wohltuend, weil so
der Schrecken der Klausuren entkräftet wurde.
Die Zeit war sehr knapp, aber es hat ganz gut geklappt. Erste Lerndefizite
wurden deutlich. Ganz gut war, daß wir erst am Nachmittag geschrieben hatten,
so war der Vormittag zum Lernen frei.
Programmierung
12.Oktober 2004
Programmierung war dann mit vier Stunden Dauer die längste
aller Klausuren. Die Aufgaben waren vielfältig, ganz nach der Musterklausur
im Prüfungsmodul.
Es wurde alles abgefragt, die C-Programmierungsaufgabe war ganz ordentlich.
Man hatte uns am Vortag den Tip gegeben, doch ggf. etwas zu Lesen
einzupacken, da wir nicht vorher aus der Prüfung raus durften. Hatte ich
auch gemacht und gut'n dreiviertel Stündchen Zeit, was zu lesen. Allerdings
fielen mir doch immer wieder ein paar Fehler auf, die ich
dann noch schnell verbesserte. Auch nach dieser Klausur hatte ich
ein "gutes" Gefühl,
zumindest bestanden zu haben. Und ich war sehr angespannt von den üblichen
Post-Klausur-Diskussionen, was wo richtig war oder wie es hier
und da hätte heissen müssen. Denn je länger ich
zuhörte,
desto mehr schwanden meine gedachten Punkte und das war nicht witzig...
Rechen- und Kommunikationstechnik
13.Oktober 2004
Reko war mein bestes Fach, dafür hatte ich am meisten
für gelernt und konnte auf Anhieb alles ganz gut. Meine Ergebnisserwartung
war eine gewagte Drei. Und es wurde ja auch eine. Die Prüfung war auch
an die MK angelehnt.
Automatisierungstechnik
14.Oktober 2004
Auto war der Hammer! Wenn ich sehr viel Glück habe,
bin ich gerade durch und habe eine Vier minus minus - das war meine
Erwartung. Ich hätte sehr gern ein ähnlich sicheres Gefühl wie bei den drei
vorhergehenden Klausuren gehabt. Das hat die Sache natürlich etwas
unrund werden lassen. Aber gut, im schlimmsten Falle fahre ich
nochmal nach Jena und schreibe nach und dann wird's das Ganze für
immer gewesen sein. Die Fahrerei wvre nicht
das Ding gewesen, schlimmer wäre
die erneute Lernerei zuhause gewesen...
Spannungsgeladene Ergebniserwartung
18.Oktober 2004
In der 2. Novemberwoche sollten nach vier langen Wochen
des Wartens die Ergebnisse per Post eintrudeln und ich war die Woche über
auf Lehrgang in der Nähe von Berlin. Olly und Jens riefen mich erfolglos
auf dem Handy an und schickten dann wie blöd SMSen, weil ich das Telefon
in der Unterkunft gelassen hatte. Ich rief also gleich mal vor dem Lesen
der SMS zurück. Was war denn los und überhaupt, also: Olly und
Jens hatten bestanden, Olly besser als erwartet - da hätte für
mich mindestens eine Zwei drin sein müssen und auch glatt bestanden
haben sollte ich. Ich durfte aber noch bis zum Abend des nächsten Tages
darben, weil ich erstmal nach Hause fahren musste. :o|
Besser als erwartet...
11.November 2004
Nun, am Freitag den 12.11. gegen 17.00 Uhr war's dann
soweit: Ein äußerst dünner Brief vom Prüfungsbüro
Jena war im Kasten. Den mache ich lieber in der Bude und im Sitzen auf,
dachte ich mir. Dann ging das Ding nicht auf, sehr anhänglich, dieser
Briefverschluss. Dann war das Ding auf, der Brief wollte nicht aus dem Umschlag
raus...fummel...und dann stand da...da stand...erstmal die Anrede...dann
ein Zensurenspiegel, der vom aufs Wort "bestanden" dressierte Auge übersehen
wurde bzw. der zu Verwirrungen führte und dann las ich "...sie haben bestanden,
dazu gratulieren wir Ihnen. " UUFFF! Verwirrter Geist, ja und was heist
das jetzt, wieso drei Dreien und eine Vier, warum nicht besser!? Die staatlichen
Abschlußprüfungen alle Mal besser ausgefallen als
erwartet und ich war
stolz wie Nachbars Lumpi! Besser ausgefallen als erwartet und das Ganze
im ersten Durchgang! Das ist doch mal richtig klasse - ein schöner
Abschluss des Studiums und ein extra Weihnachtsgeschenk für mich selbst.
Das habe ich mir selbst erarbeitet und vor allem auch verdient! :o)
Befreit
12.Oktober 2004
Gemäß der alten Flohmarktregel, die Kasse
nicht vor Feierabend zu zählen, habe ich ordentlich alle Unterlagen
aus Jena wieder mitgebracht und temporär eingelagert. Dies war nach
den positiv ausgefallenen Prüfungsergebnissen nun nicht mehr nötig
und ich habe morgens eine Stunde am Reisswolf verbracht und ca. 2
Kubikmeter Papierschnipsel produziert und gleich entsorgt. Das war ein
echtes Gefühl der Befreiung!
Prüfungsthemen und Erfahrungen
Oktober - 2004
Die Erfahrungen und die Themenvorkommnisse konnte man bei Interesse - vielleicht zukünftige Informatiker? - bei den
Themen der staatlich Informatiker Prüfung Herbst 2004 in Jena im techniker-forum.de einsehen - ob die Website noch besteht, weiß ich nicht, ist ja schon lange her.
Die Prüfungen waren exakt so verlaufen, mehr kann ich da nicht hinzufügen.
Resümee
21.Dezember - 2004
Tja, nun ist's vorbei, heute war das Abschlusszeugnis
im Postkasten. Wow! Sieht ja gut aus - daß man sich allerdings für
so'n schnödes
Stück Papier so krumm machen kann... ;o) Nun gibt's noch die Feier
mit den hamburger Studienkollegen im Januar und dann ist der
Informatiker in gewisser Weise Geschichte. Kann ich den Informatikerfernlehrgang
am DAA-Technikum eigentlich weiter empfehlen? Ja, das kann ich!
Ich möchte
sowas zwar nicht nochmal machen müßen, der Gedanke, nochmal so zu pauken, nee,
das ist nicht mehr mein Ding! Ich konzentriere mich jetzt auf die
neuen Aufgaben im Job im Bereich Anwendungsentwicklung. Bin gerade
zu einem zwei jährigen Projekt abberufen worden und das ist eine interessante und durchaus
angemessene Tätigkeit für einen
staatlich
geprüften Informatiker...alles Gute für die Zukunft!
Meik im Dezember 2004
Meik im Dezember 2004
P.S.: Danke nochmal ehemalige Postbank Immobilien- und Baumanagement
GmbH, dass Sie mich damals nicht als Mitarbeiter übernommen haben!
Ohne das wäre ich heute nicht da, wo ich beruflich bin und das hätte ich bei der PIB nie erreichen können.